interview mit sound quake

DeeBuzz: How did you get your name and what does your sound represent?

Soundquake: Soundquake was established in 1994. In these times only a few soundsystems were representing Continental-Europe in a proper way. The intention of the crew was to bring the Jamaican music to the German audience in the traditional yard style. The crew members build their own set of speakers, bought some terrifying amps and were shaking not only the crowd but also roofs and walls of the buildings where they were playing. This heavy sound,reminding you of an earthquake, created the name for the heaviest machine out of Germany: Soundquake

DeeBuzz: How do you prepare for soundclash?

Soundquake: In modern day clashes most sounds are just cheap carbon copies, only playing dubplates which were created by others. Soundquake is known for playing their own style and their own anthems. Creating anthems is a never-ending process for the crew, which makes their dub box one of the deepest dub boxes in Europe right now. Hence there is no need for a special clash preparing.
Certain other sounds better get prepared for that night!

DeeBuzz: What do you want to tell your opponents before de clash?

Soundquake:
@ Immortal: You guys chose the wrong name for your sound. Zombie fits much better as you are dead already!
@ Freddy: Still alive? Wow, did not see you playing for a long time! After
clash go ask Mr. Harper to hire you as a box bwoy again!
@ Graminga: The Romans could not cross our border 2000 years ago. Learn from history get accustomed to your destiny!

DeeBuzz: Clash History

Soundquake:
1995 Germany, Mühlheim an der Ruhr: SQ vs. Top Frankin'
1996 Germany, Hamburg: SQ vs. Love Tank
1998 Germany, Bremen: SQ vs. PowPow, Jah Sound and others
2000 Germany, Stuttgart: SQ vs. PowPow
2002 Germany, Aachen: SQ vs. King Tubby vs. Runn Sound
2002 Italy, Roma: SQ vs. Kali Weed
2003 Germany, Stuttgart: SQ vs. SuperSonic
2004 Germany, Erlangen: SQ vs. Sentinel

 

Sound Quake

History

In den späten 80ern und frühen 90ern gab es in Deutschland wenig Gelegenheit Dancehall Reggae Parties zu erleben. Eine Ausnahme waren die gelegentlichen Gastauftritte des Londoner Radio DJ´s David Rodigans und seines MC´s Papa Face im Neons in der Nähe von Bielefeld. Bei diesen legendären Parties des "Reggae Ambassadors" Rodigan waren die zukünftigen Sound Quake Mitglieder fast immer dabei. Das Neons war sozusagen der Ort ihrer Reggae Sozialisation und Rodigan der musikalische "Vater" der jungen Soundbwoys.

Doch die eigentliche Liebe zur Musik wurde bei den ersten Urlaubsreisen von Jan und Rappa 1992 und 1993 von Zuke an die Nordküste Jamaicas entwickelt. Hier bekam man einen originalen Einblick in die Dancehall Kultur: mit Reggae Artists, die nahezu Götterstatus auf der karibischen Insel genießen; aber auch Soundsystems, die durch perfekte Arbeitsteilung ein Maximum an Entertainment aufbauen können. Das Soundsystem, das die Jungs während des ersten Besuchs am meisten beeinflusste war Bass Odyssey, die jeden Dienstag im benachbarten Dorf eine Party veranstalteten, bei der die aktuellen jamaikanischen Hits gespielt wurden. Diese Hits gab es fast alle ausschließlich auf den kleinen 7" Singles, die in Deutschland sehr schwer zu bekommen waren und deswegen von den Detmoldern tonnenweise aus Jamaica mitgebracht wurden.

Daheim in Detmold wurden auf den lokalen Hip Hop Parties, die Rappa machte, kleine Reggae Sets von Bimma gebracht, die so gut beim Publikum ankamen, dass auf späteren Dances immer weniger Rap lief aber dafür die Reggae Sets immer ausgedehnter wurden. Allerdings liefen diese Parties noch nicht unter dem Namen Sound Quake.

Der Name Sound Quake entstand erst als im Sommer 1994 Bimma und Zuke die zweite Reise nach Jamaica machten. Zum einen wollten sie neue Platten kaufen zum anderen wollten sie eventuell ein Dubplate aufnehmen. Dubplates sind spezielle Platten, Kunststoff Acetate, auf denen Künstler das jeweilige Soundsystem ( das genug Geld bezahlt! ) als das "beste der Welt" besingen. Als Soundsystem braucht man also einen Namen, nach ein paar schlaflosen Nächten hatte Rappa den Namen Sound Quake in die Runde gebracht, auf den sich alle einigen konnten. Auf Jamaica wurden dann frische Reggae Singles gekauft und das erste Sound Quake Dubplate konnte im Roof Studio in Ocho Rios aufgenommen werden. Sound Quake hatte sein erstes Aushängeschild, zwar von unbekannten Artists, aber trotzdem gut.

Ein anderes Aushängeschild ist das "Cyber Dread 2000" Logo, das Sascha Eichholz, ein Design Student aus Würzburg, für Sound Quake entworfen hat. Der Sound Quake Schriftzug stammt von Katja Schäfer einer Freundin der drei Quaker, die diesen für einen der ersten Flyer entworfen hatte.

Ein großes Problem des jungen Soundsystems ist die Beschaffung der Schallplatten gewesen. Es gab zwar einige auf Reggae spezialisierte Schallplattenläden in Deutschland, diese hatten aber meist nur CD´s, LP`s oder 12" Maxis im Angebot, die für Reggae Soundsystems weniger interessant sind. Und da man leider nicht genug Geld hatte um alle paar Wochen nach Jamaica zu fahren, um dort Platten zu kaufen, nutzte man die guten Kontakte, um sich regelmäßig Reggae 7" aus Kingston zuschicken zu lassen. Daran waren auch verschiedene Schallplattenläden in ganz Deutschland interessiert, so dass im Januar 1995 der erste Jamaica 7" Single Großhandel in Kontinentaleuropa eröffnet worden war. Das hört sich toll an, war aber nur ein ganz kleiner Laden, der nur ein paar hundert Platten pro Woche verkaufen konnte. Für die Dancehall Szene war dies dennoch ein enorm wichtiger Schritt, da nun ein Versorgungsnetz entstand, das Reggae viel zugänglicher für interessierte Leute machte und es somit keine reine Geheimwissenschaft für verschrobene "Underground Freaks" blieb.

Natürlich war der Platten Vertrieb auch ein Vorteil für das Sound Quake Soundsystem, da erstens alle aktuellen Platten zur Verfügung standen, und man sich zweitens auch einen Namen außerhalb der Provinz machte. So spielten die Drei sehr bald nicht mehr nur in Detmold, sondern auch in großen Städten wie Hannover, Hamburg und Berlin.

Der erste auswärts Auftritt war 1995 in Mühlheim a. d. Ruhr, wo man zusammen mit Top Frankin` in einem kleinen Keller Club auch sogleich den ersten Soundclash hatte, der nach Meinung des Publikums und der Sound Quaker (damals noch mit MC Mark Hamlett) auch gewonnen worden wäre, wenn die Herren von der Polizei nicht Top Frankin` zur Hilfe gekommen wären, indem sie den Dance wegen angeblicher Ruhestörung vorzeitig beendeten.

1995 waren Zuke, Rappa und Bimma alle jeweils einzeln auf Jamaica gewesen, um den Platten Versand anzukurbeln und um das Soundsystem weiter aufzubauen. Es wurden weitere Dubplates aufgenommen - von so bekannten Artists wie Simpleton, Merciless und Bounty Killer, technische Geräte wie Lickshots wurden gekauft, und insgesamt gewannen die Jungs ein besserer Einblick in das jamaikanische Dancehall Business.

Das tiefergehende Verständnis für die Musik ermöglichte es den Soundbwoys auch auf dem Reggae Carnival ´96 in Bristol England bestehen zu können und den Respekt des ganzen Publikums ( einige Tausend ) zu bekommen. Später in diesem Jahr hatte Sound Quake auf Jamaica einige Dances zusammen mit lokalen Sounds gehabt, einen sogar mit Bass Odyssey, bei dem die Gunst des Publikums auf der Seite des Underdogs aus Deutschland lag. Anschließend wurde ein Interview auf Irie FM, dem bekanntesten jamaikanischen Radio Sender, gegeben, das inselweit gesendet wurde.

1997 wurde Selector Lazy Youth als Verstärkung gewonnen, so dass Bimma die Stellung als MC einnahm. Nach dem Wechsel Lazy Youths zu Kingstone aus Köln, blieb Bimma der MC, mixte aber zudem noch die Scheiben, die Rappa für ihn selected hatte. Zuke war der Operator, der die Sound EFX in die Sets einstreute. Big Mark wurde Engineer und ist für die maximale Soundqualität bei den Dances verantwortlich. Dieses eingespielte Team, in dem jeder seine Rolle professionell übernimmt, ist der Garant für die vielen guten Sound Quake Parties in Deutschland, Holland, England, der Schweiz und auf Jamaica. Die Soundbwoys von einst sind nun zu gestandenen Soundmen geworden!

preview

Sa 15.11.
REGGAENERATION
SEBASTIAN STURM
& JINJINBAND
DEEBUZZ


@ Rude 7

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RUDE 7, Mannheim

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